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SM Halle Nachwuchs 2026

  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

21./22.02.2026 : Magglingen, End der Welt

 

Keine Medaillen, aber persönliche Bestleistungen und Spitzenplätze für die LGKE

Von der LG Küsnacht - Erlenbach hatten sich sechs Nachwuchs AthletInnen für diese Titelkämpfe qualifiziert, welche von der LA Bern organisiert und in Magglingen durchgeführt wurden. Jaël Sigrist und Nicolas Bebi (U20), Ella Brüschweiler und Tim Bebi (U18) sowie Banu Olbrich (U16) traten schliesslich zu den Wettkämpfen an, während Saskia Metzenthin krankheitsbedingt verzichten musste. Für die fünf LGKE-ler standen, wie vor einem Jahr, am Samstag die Sprünge und am Sonntag die 60m Hürdenläufe auf dem Programm.

 

Samstag, 21.02.2026

Bereits um 10:20 musste Nicolas zum Hochsprung antreten. Bei den U20 war eine Anfangshöhe von 1.72m festgelegt worden. So hoch hatte Nicolas noch nie einen Wettkampf beginnen müssen, aber er schaffte diese Herausforderung problemlos und nahm auch die anschliessenden 1.77m im ersten Versuch. Auf 1.82m verzeichnete Nicolas seinen ersten Fehlversuch. Und auch im zweiten Anlauf scheiterte der Zehnkämpfer an seiner neuen Indoor Rekordmarke, die nur gerade 1cm unter seiner Freiluftbestleistung liegt. Aber, wie schon so oft, bewies Nicolas starke Nerven und floppte im dritten Versuch über 1.82m. Super, neue Hallenbestleistung! Würde er noch einen draufsetzen können? Bei 1.87m fiel die Latte aber dreimal, obwohl die Sprünge ganz gut aussahen. Mit dem 5. Rang und der neuen p.B. durfte Nicolas aber sehr zufrieden sein.

 

Um die Mittagszeit wurden Jaël und ihre acht Konkurrentinnen zum Hochsprungwettkampf aufgerufen. Nach einem zähen Einspringen, der Anlauf passte zwar, aber Jaël wirkte nicht sehr spritzig und konnte die Geschwindigkeit nicht umsetzen, musste man auf alles gefasst sein ... Aber mit dem Selbstvertrauen, das Jaël mit ihrem p.B. Sprung über 1.61m vor zwei Wochen hatte tanken können, nahm sie die Anfangshöhe von 1.50m souverän und fand gut in den Wettkampf. Auch die 1.55m waren kein Problem. Wie bei den Männern betrug auch für die Frauen die Steigerung bei den ersten vier Höhen 5cm und danach ging es in 3cm Schritten weiter. Mit dem gelungenen zweiten Versuch über 1.60m war ein Minimalziel erreicht, aber Jaël, die bereits mehrmals knapp an 1.63m und 1,65m gescheitert war, wollte natürlich mehr. Beim ersten Anlauf über 1.65m touchierte sie die Latte ganz leicht, die Latte fiel, aber dieser gute Sprung machte Mut! 1.65m waren heute möglich! Zweiter Versuch, entschlossener Anlauf, explosiver Absprung, steigen, Kopf in den Nacken, ziehen und ... die Latte zitterte auch diesmal ganz leicht, blieb aber liegen. Endlich, persönliche Bestleistung! Jaëls Freudenschrei war nicht zu überhören. Aber der Wettkampf war noch nicht vorbei und der Kampf um die Medaillen begann erst jetzt so richtig. Obwohl die drei Versuche über 1.68m gut aussahen, schaffte Jaël diese Höhe nicht mehr, freute sich aber über einen feinen 5. Rang und den neuen Hausrekord!

 

Hatten die U20 Hochspringer (mit Nicolas) als Erste ihren Wettkampf absolvieren müssen, schlossen die U20 Weitspringer (mit Nicolas) den ersten SM Tag ab. Wie würde der LGKE-ler den Hochsprung und die lange Pause verdaut haben? Um 17:30 standen von den gemeldeten 11 Weitspringern nur acht zum Kampf um die Medaillen bereit. Nicolas, der vor vier Wochen in St. Gallen mit 6.40m überzeugt hatte, wollte seine Bestweite angreifen und schauen, wie weit nach vorne er damit kommen würde. Nach 6.08m und 6.09m liess er im dritten Versuch 6.24m folgen, was ihn mit einem Schlag auf den dritten Platz katapultierte. Gold schien ausser Reichweite, aber um Silber und Bronze entwickelte sich im Finaldurchgang ein Zentimeter-Krimi zwischen vier Athleten. Im vierten Versuch sprang Nicolas erneut 6.24m und konnte damit seinen Bronzeplatz knapp verteidigen. Der zweitletzte Durchgang brachte die Wende, aber leider mit dem besseren Ende für Nicolas Konkurrenten. Sein fünfter Sprung ging erneut auf 6.24m - dreimal hintereinander die gleich Weite! - während der bisher Viertplatzierte an Nicolas vorbeizog. Schon unzählige Weitsprungwettkämpfe wurden in den letzten Versuchen entschieden und jeder der fünf topplatzierten Athleten packte noch einmal seine ganze Energie in diesen sechsten Sprung. Und tatsächlich gelang fast allen eine erneute Steigerung. Auf das Schlussklassement hatte dies jedoch nur noch geringe Auswirkungen. Rang zwei und drei tauschten die Plätze und Nicolas blieb mit guten 6.29m leider an vierter Stelle. Trotzdem, ein super Wettkampf für den Mehrkämpfer mit sechs gültigen Sprüngen über der 6m Marke und einer sehr ausgeglichenen Serie. Und den undankbaren vierten Rang haben schliesslich schon andere Schweizer Leichtathleten belegt. Aus Paris grüssen Annik, Angelica, Simon ...

 



Sonntag, 22.02.2026

Der zweite Tag stand für die LGKE AthletInnen traditionsgemäss ganz im Zeichen der 60m Hürdenläufe, für welche sich Banu Olbrich (U16), Ella Brüschweiler und Tim Bebi (U18) sowie Nicolas Bebi (U20) qualifiziert hatten. Obwohl sich keine/r für den A- oder B-Finallauf zu qualifizieren vermochte, gab es einige sehr erfreuliche Resultate. Leider nicht ganz für alle ...

Als erste LGKE-lerin stand Banu um 10:00 Uhr an der Startlinie. Die U16 Athletin startete dieses Jahr zum ersten Mal in der Halle, hatte aber bisher bei ihren zwei Wettkämpfen wenig Glück gehabt. So war sie, leider immer noch von gelegentlichen Fussbeschwerden geplagt, weder in Zürich noch in Magglingen im 3er- Rhythmus durchgekommen und stand vor ihrem SM Debüt mit der unbefriedigenden Zeit von 10.44s zu Buche. Banu war gleich in die erste Serie auf Bahn eins eingeteilt worden. Nachdem das Starterteam die Läuferinnen beinahe zehn Minuten hinter den Startblöcken hatte stehen lassen, hiess es endlich: «Auf die Plätze!» Aber Banu «verschlief» den Start, verlor bestimmt 2/10 Sekunden und überquerte die erste Hürde an achter und letzter Stelle. Doch dann begann sie ihre Aufholjagd, rollte das Feld von hinten auf, lief, zwischen den Hürden in perfektem 3er-Rhythmus, ein beherztes Rennen und überquerte die Ziellinie in 9.59s auf dem vierten Platz. Endlich hatte es geklappt! Eine gute Zeit und ein versöhnlicher Abschluss der Hallensaison, die Banu bestimmt dazu motiviert, die Sommersaison optimal vorzubereiten. Dann wird sie, ihrem Potential entsprechend, noch viel schneller laufen können.

 

Danach wurden die U18 Athletinnen zum Start aufgerufen. Ella hatte vor der SM ebenfalls zwei Wettkämpfe über 60m Hürden bestritten und sich von 9.48s, gelaufen Mitte Januar in St. Gallen, auf 9.34s von anfangs Februar in Magglingen verbessert. Würde ihr im wichtigsten Rennen der Saison nochmals eine Steigerung gelingen? In der sechsten und letzten Serie startete Ella auf Bahn sieben und kam, zum ersten Mal in diesem Winter, richtig gut aus dem Startblock. Diesen Schwung nahm sie mit, stürmte über die fünf Hürden und lief, an dritter Stelle liegend, in famosen 9.28s ins Ziel. Persönliche Bestleistung, im dritten Rennen zum dritten Mal verbessert. Super gemacht!

 

Im Anschluss an die Hürden Vorläufe der Mädchen waren die Jungs an der Reihe. Tim, der Mitte Januar in St. Gallen bei seinem einzigen Hallenwettkampf über die U18 Hürden gute 9.00s gelaufen war, lieferte in Magglingen einen soliden Lauf ab. Nach gutem Start konnte er, in der vierten Serie auf Bahn vier laufend, aber nicht mehr zusetzen und kam in 9.16s als Fünfter ins Ziel. Um die 9-Sekunden Marke zu knacken, hätte es im Vorfeld wohl das eine oder andere zusätzliche Rennen sowie eine intensivere SM-Vorbereitung gebraucht.

 

Der Pechvogel des LGKE Hürdenquartetts war Nicolas, der am ersten Tag mit zwei Spitzenplätzen im Hoch- und Weitsprung überzeugt hatte. Mitte Januar war er in St. Gallen eine tolle Bestzeit von 8.96s gelaufen. Da bei den U20 lediglich 18 Athleten am Start waren, wurde nur ein A-Final ausgetragen, für den sich die zwei Erstplatzierten jedes Vorlaufs sowie die zwei Zeitschnellsten qualifizierten. Nicolas wusste also, dass er seine Bestzeit deutlich verbessern musste, um eine Finalchance zu haben. Würde er mit diesem Druck umgehen können? Nicola lief im zweiten Vorlauf ganz aussen auf Bahn sieben und kam (überrascht vom schnellen Schuss des Starters ???) schlecht aus den Startblöcken. Da sein Gegner auf Bahn sechs einen super Start hinlegte, wollte Nicola möglichst schnell Boden gut machen, trat in die zweite Hürde und musste das Rennen leider aufgeben.




 
 
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